Frag Rautenball nach dem 3. Spieltag 2025/26

Einige von euch haben gleich mehrere Fragen gestellt, was natürlich vollkommen ok ist. Zugleich haben sich aber auch einige Fragen und Themen wiederholt. Deshalb haben wir eure Fragen hier etwas in Themen aufgeteilt und teilweise zusammen beantwortet.

Taktik, Formation und System

@gestoertebeker.bsky.social
Ergibt Merlins starres Festhalten am das 3-4-3 wirklich Sinn? Ich halte den Kader für ein 4-2-3-1 beispielsweise viel besser geeignet. Viele Spieler werden nicht auf ihren stärksten Positionen eingesetzt. Wie zum Beispiel Philippe auf Außen. Muheim auch deutlich stärker in der 4er Kette.

Dani: Ich glaube weiterhin, dass wir uns mehr und mehr von dieser Debatte um diese Grundstruktur etwas lösen sollten. Wir sollten anfangen den HSV in ihren Phasen im Detail zu kritisieren und nicht darüber debattieren, ob jetzt eine Umstellung auf eine andere Grundstruktur die Lösung aller Probleme ist. Möchte man aus der 4er Kette einen ähnlichen Ball spielen, wie letztes Jahr in der zweiten Liga, dann werden wir zwangsläufig Probleme haben in der Restverteidigung. Ich halte die Anpassung des Systems immer noch für den richtigen Schritt und ich sehe die Probleme aktuell viel mehr in den einzelnen Teilbereichen. In diesen Bereichen muss man die Probleme erkennen und dann daran arbeiten. Vor allem ist die Problemerkennung im Fußball meist ja schon die Hälfte der gesamten Lösung.

Bene: Fans sollten sich grundsätzlich von der Idee befreien, dass eine Grundformationen schon eine Spielweise, Strategie oder Taktik widerspiegeln. Man spricht bei Zahlenfolgen wie 433, 343, oder 352 zwar auch gerne von unterschiedlichen Systemen, aber selbst diesen Begriff finde ich häufig irreführend, weil die Prozesse innerhalb einer Formation je nach Spielerprofilen und Idee des Trainers unterschiedlich aussehen können. Und gerade hier muss man Merlin Polzin und Loïc Favé doch ein Lob aussprechen. Der ein oder andere Trainer würde Spieler vielleicht wirklich in Rollen und Räume zwingen, die ihnen weniger liegen. Das Trainerteam des HSV verfolgt das gegenteilige Prinzip: jeder Spieler soll in seiner möglichst besten Rolle spielen. Das heißt auch, selbst wenn sie die Grundformation mal verändern sollten, würden die Spieler wohl in ähnlichen Räumen für ihre stärksten Aktionen gebracht werden. Zum Beispiel wird Dompé bei Ballbesitz des HSV immer an der Seitenlinie stehen und im letzten Drittel aus dem Stand das Dribbling suchen. Muheim ist hingegen am besten, wenn er sich vor der ersten Aufbaureihe dynamisch zwischen Flügel und Zentrum bewegen kann. Im letzten Drittel kann man ihn dann durch Dompés breite Positionierung und das pinnen von 1+ Gegenspielern, im Halbraum freispielen. Ob als Vorlagengeber, zockend mit seinen Mitspielern oder zu Dompé vorderlaufend, er ist einer der kreativeren Spieler im Kader. Und damit soll er natürlich auch Risiken eingehen, die er aktuell noch zu häufig scheut. Verständlicherweise, weil die 1. Bundesliga nach Ballverlusten kaum Gnade zeigen wird. Auch wegen dieser Rolle Muheims macht es Sinn, hinter ihm mit einen Halbverteidiger in der 3er-Kette zu agieren. Ein 352 mit zwei Stürmern und Vieira auf der 10 würde Muheim hingegen eher in die 3er-Kette zwingen oder Lokonga müsste tiefer gehen. Natürlich ist es strukturell auch möglich im 23 in der Restverteidigung zu spielen, aber dann wäre Muheim im Rücken wieder nur bedingt abgesichert. Letztlich soll es sich beim HSV vielmehr so gestallten, dass man besonders über Dompé, Vieira und Muheim Kreativität im letzten Drittel hat. Diese agieren dabei besonders aus den zwei Halbräumen und vom linken Flügel. Sie gehen aus diesen Räumen Risiken ein, womit die Restverteidigung mit zwei Halbverteidigern sehr sinnvoll ist. Ein 4231 kann aus ähnlichen Gründen problematisch werden. Entweder nimmst du Muheim die Freiheit oder die Absicherung. Das Problem liegt aktuell weniger in den Strukturen und mehr in den Abläufen. Die Spieler müssen sich in der ersten Aufbaureihe trauen, den Pass nach vorne zu spielen. Der annehmende Spieler muss die Folgeaktion wahrnehmen und in seiner Orientierung vorbereiten. Solange diese Dinge nicht funktionieren, ist jeglicher Formationswechsel nicht erfolgversprechend. Es sei denn, man ist der Meinung, die Spieler würden nicht in Räumen spielen, die ihnen liegen. Und das ist, wie gesagt, nicht der Fall. Selbst bei Philippe nicht, der vor allem bei tiefem Aufbau noch viel in der Breite stehen kann, in höherer Staffelung aber immer mehr ins Zentrum geht und besonders ballfern klar im Zentrum agiert.


@ljonja.bsky.social
Wie kann der HSV wieder mehr Torgefahr ausstrahlen? Bisher hat die Taktik mit dem 3-4-3 nicht wirklich funktioniert.

yeahnic263
Warum erspielen wir uns so wenig Chancen?

Dani: Ich könnte jetzt blind darauf setzen, dass ein Spiel mit Vieira, Dompe, Poulsen und Sambi-Lokonga automatisch mehr Möglichkeiten im Spiel mit Ball freisetzt. Ich denke in den Grundprinzipien hat sich gar nicht so viel verändert, wie man vielleicht denken mag bei dem aktuellen Output. Im Spiel gegen St. Pauli ist es für mich vor allem Wahrnehmung und Handlungsschnelligkeit der Offensiv-Akteure und letztendlich auch die daraus resultierende Entscheidungsfindung. Ich bin was die Offensive angeht ziemlich zuversichtlich, dass das erste Bundesliga Tor nicht mehr lange auf sich warten lässt.

Bene: Ich würde dem eigentlich nur hinzufügen wollen, dass die ausbleibende Torgefahr, nicht einfach in der vorderen Reihe zu erklären ist. In der aktuellen Systematik hat man zum Teil ja sogar einen Spieler mehr in der vordersten Reihe als letzte Saison (hat auch Polzin vor kurzem in einem Podcast gesagt) und mit der Einbindung von Vieira hat man auch nochmal einiges an Qualität dazugewonnen. Aber wie gesagt, liegt es nicht nur an der vordersten Reihe. Schließlich will man auch mit Dynamik ins letzte Drittel kommen und nicht einfach lang nach vorne spielen und „good luck to the striker“. Es geht auch darum, dass die Offensivspieler auch gut angespielt werden und dabei werden Lokonga und Vušković sicherlich auch ihre Rolle spielen.


@RobsenXI
Haben wir überhaupt die richtigen Spielertypen für unser System?

Dani: Kurze Antwort: Ja.

Bene: Ich würde hier vielleicht nochmal auf meine erste Antwort oben hinweisen. Grundsätzlich sehe ich es genauso, die Spielertypen sind absolut richtig.


@andyeste.bsky.social
Sind die Spieler überhaupt einem gemeinsamen System, hinsichtlich ihrer Fähigkeiten, zuzuordnen?

Dani: Im Fußball hat es ja nicht das System und jede Woche aufs neue passen ja die besten Trainer der Welt ihre Systeme an unterschiedliche Profiloptionen an. Ich will aber nicht leugnen, dass es sicherlich beim HSV Spieler gibt, die bessere Synergien erzeugen als andere. Wie man diese Profile dann untereinander abstimmt, ist dann ein anderes Thema.

Bene: Als Beispiel von Danis punkt lohnt es sich auch ein Auge darauf zu werfen welche Rollen Spieler einnehmen, wenn sie für die gleiche Position eingewechselt werden. Philippe, Sahiti und Vieira interpretieren die Position des rechten Offensivspielers im aktuellen 343 alle ein wenig anders, gerade weil sie unterschiedliche Fähigkeiten haben. Und auch deshalb werden sie dann zum Teil ein- oder ausgewechselt, um eine andere Dynamik ins Spiel zu bringen. Grundsätzlich geht es also mehr darum, was man in dem jeweiligen Spiel will oder erwartet umsetzten zu können und welche Spieler man dafür braucht. Wenn Philippe in der 2. Halbzeit gegen Bayern eingewechselt wird, liegt das ja auch nicht daran, dass er die Rolle von Røssing-Lelesiit 1-zu-1 übernehmen soll. Trotzdem ist es aber natürlich so dass mit fast jedem Kader irgendwo gewisse Abstriche gemacht werden müssen.


yeahnic263
Ist die Taktik die richtige um in der 1.Liga zu bestehen?
Wäre ein System mit 3-5-2 mit einem OM (Vieira) und zwei Stürmer eventuell besser?

Dani: Würde das nicht schwarz-weiss betrachten. Gibt sicherlich viele Argumente für einen Zielspieler neben Königsdörffer auf dem Platz. Aber auch hier bringt eine Grundformation ja keine Wunder ans Licht. Das Offensivspiel würde sich in dem 352 oder in dem 3412 ja weiterhin über Zielräume etc. definieren, in der dann ggf. Ransi tiefer auffüllen würde. Das Stichwort ist sicherlich auch Balance in der Thematik. Stellt man z.B Ransi, Glatzel, Vieira und Dompé auf ist dann die Frage, wie man das gegen den Ball anordnen möchte. Da schlägt die Balance schon sehr in eine Richtung aus.

Bene: Siehe meine längere Antwort auf die erste Frage. Dort erläutere ich ein paar dieser Zuordnungsthemen im 352 ein wenig.


@Katterbachszn
Für wie passend erachtet ihr die aktuelle Spielweise/Formation für das, was unser Kader an Profilen bietet? Was würdet ihr ggf. an Änderungen vorschlagen?

Bene: Was den Fit zwischen Spielweise und Kader angeht, sehe ich kein grundsätzliches Problem. Wie oben bereits erläutert, legt das Trainerteam auch großen Wert darauf die Spieler in die für sie möglichst beste Rolle zu bringen. Probleme sehe ich vielmehr in der Umsetzung, was uns dann schnell in einen unsicheren Bereich bringt. Warum fehlt schnell der Mut um Pässe nach vorne zu spielen, die der selbe Spieler letzten Saison noch häufig machte? Warum fehlt einem Spieler plötzlich das Timing, um im richtigen Moment mit Dynamik ins Zentrum zu gehen? Warum dreht sich ein Spieler bei der Ballannahme in die falsche Richtung? Oder auch defensiv gedacht: Warum wird ein tief laufender Spieler nicht verfolgt? Warum wird das Pressing eines Spielers aus den hinteren Reihen nicht mitgegangen? Warum stehen die Außenverteidiger im Angriffspressing plötzlich zu tief und müssen somit in einen viel zu großen Raum springen? Letztlich sind das alles Dinge, bei denen man sagen könnte: Mit der Zeit werden sie es besser machen, denn sie müssen sich erst einspielen. Andererseits, darf es auch nicht zu lange dauern – nicht nur wegen Punkten, sondern auch, weil Lernprozesse Erfolgserlebnisse benötigen. Ich möchte die Frage somit mit einer weiteren Frage beantworten: Gibt es beim HSV ein Problem in der Vermittlung (z.B. durch Trainingsmethoden oder Videoanalysen) von Spielabläufen und Prinzipien? Und wenn dem so ist: Könnte es auch was mit Detailüberladung durch hohe Variabilität in der Spielweise zu tun haben? Ich kann beides nicht beantworten, weil das Dinge sind, die nur intern geschehen.

Jan: Man scheint sich im Sommer ja bewusst dafür entschieden zu haben möglichst viele verschiedene Spielerprofile im Kader zu haben. Immer mit einer Grundidee verbunden aber trotzdem in der Lage situativ zu reagieren. Jetzt kann man sich hervorragend darüber streiten, ob ein Kader möglichst stringent auf eine Art Fußball zu spielen ausgelegt sein sollte oder man eben den Weg geht variabel anpassen zu können. Am Ende kommt es auf das Trainerteam drauf an die Spieler entsprechend einzusetzen, genügend Möglichkeiten haben sie per Transferphase bekommen.


@EspressoGrn
Das neue System sollte besser zur Tatsache passen, dass wir weniger im Ballbesitz sind. Nun scheint es, dass wir hinten und vorne an Klarheit bzw. Impact verloren haben. Kann das neue System überhaupt funktionieren? Sollten wir zurück zur 4er Abwehr und starkem, stabilem Zentrum?

Bene: Ich denke den ersten Teil dieser Frage habe ich mit meiner vorigen Antwort bereits beantwortet. Beim zweiten Teil würde ich nochmal auf die Antworten von Dani und mir ganz am Anfang hinweisen. Kurz gesagt: einfache Veränderungen in der Kettenlänge oder der Grundformation verursachen erstmal nur mehr Fragen wie sich darin genau zugeordnet werden soll.


Einzelspieler und Rollen

@horizons_inc
Wie kann man Muheim ohne Dompé wieder mehr ans Leistungsmaximum bringen rein taktisch? Denn selbst wenn Jean-Luc wieder gesund ist, sehe ich ihn auf Bundesliga-Ebene schnell entzaubert bzw. ineffektiver.

Dani: Ich habe bei Jean-Luc in Top-Form sehr wenig Sorge, dass es auf dem Niveau nicht reichen sollte. Mit dem Trend der 5er Kette (was auch daran liegt, dass viele AVs nicht mehr so defensivstark sind wie früher), spielt er gegen viele offensiv-gedrillte AVs. Da wird ein Dompé als klasse Iso-Spieler für Probleme sorgen. Thema Miro: taktisch seh ich da höchstens situative Details. Viel wichtiger sind wohl Erfolgserlebnisse mit und gegen den Ball.

Jan: Möchte da nur an das Spiel gegen Borussia Mönchengladbach erinnern in dem man nach der Einwechslung Dompés von „Hoffentlich holen wir ein Unentschieden“ auf „Wir holen hier noch den Sieg“ im Stimmungsbarometer wechseln konnte. Natürlich wird er an seine Grenzen kommen, trotzdem ist er mit seinen 1vs1-Fähigkeiten auch in der Bundesliga ein unfassbar wichtiger Spieler im Offensivspiel des HSV.


@Katterbachszn
Wie schafft man es Königsdörffer wieder mehr ins Spiel zu bringen? Ich habe den Eindruck, er kommt zu oft mit Ball in statische Aktionen als dass er seine Stärken nutzen kann.

yeahnic263
Ist Königsdörffer der richtige Stürmer?

Jan: Die Frage nach dem „richtigen“ Stürmer stellt sich beim HSV momentan wahrscheinlich von Spiel zu Spiel. Tendenziell war es beim HSV sicherlich angedacht, die Dynamik Königsdörffers mit der Physis und Link-Up-Plays eines Glatzels zu verbinden, in Person von Yussuf Poulsen. Dies bisher mit ausbleibendem Erfolg. Nun werden Wege gesucht, um Königsdörffer auf der Mittelstürmer-Position einzubinden. Über hohe Bälle aus der Defensive wird man ihm keinen Gefallen tun. Mit der Aufstellung Sahitis als verkappter Spielmacher und der nun getätigten Verpflichtung Vieiras zeigt sich für mich deutlich, dass mit Königsdörffer klar in der letzten Linie als Tiefenläufer geplant wird. Man hat in der Mittelfeldreihe genügend Leute, die Halbräume besetzen und sich zwischen den Linien bewegen können, einen weiteren Mittelstürmer, der sich tief fallen lässt braucht es dann nicht unbedingt. Trotzdem ist es sicherlich sinnvoll in der Offensive eine physische Komponente ins eigene Spiel zu bekommen, die über das Mittelfeld (sollte Remberg nicht auf dem Platz stehen) nicht abgebildet werden kann. Von daher sehe ich Königsdörffer schon als passend für Spiele in denen der HSV viel Bewegung aus dem Mittelfeld erzeugen kann und dann mit Tempo in die Tiefe spielen will und kann. Robert Glatzel könnte dann an Wichtigkeit gewinnen, wenn man eine weitere Anspielstation im Zentrum benötigt und ihn mit Spielern kombiniert, die weiterhin genügend Tempo und Tiefenläufe anbieten können.


Spielanalyse Bayern-Spiel / aktuelle Leistung

@Katterbachszn
Wieso konnten dem HSV in dem Spiel gegen Bayern so viele Durchbrüche gelingen? Was war verbessert?

@Herbertuep
Wer hat Pluspunkte gesammelt, wer nicht. Daraus folgt–> wer fest gesetzt ist und wer um sein S11 Platz bangen muss. (Konkurrenz-Situation wurde damit geschaffen)

Bene: Die offensiven Aktionen die man hatte – besonders in der 2. Halbzeit machen insofern Mut, dass sie zum Teil zeigen, was mit etwas Mut und Vertikalität möglich ist. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die Bayern mit ihrem sehr mannorientierten Angriffspressing durchaus Durchbrüche anbieten, besonders wenn ihre Spieler nicht in die Duelle kommen. Letzteres war in so gut wie jedem dieser Chancen zu beobachten und in der 2. Halbzeit lag es wohl auch etwas daran, dass man nach 4 und später 5 Toren vielleicht nicht mehr all zu viel Druck machen muss, besonders wenn in der kommenden Woche die Champions League beginnt. Was die Pluspunkte angeht, sehe ich hauptsächlich die neuen Luka Vušković und Fábio Vieira. Mikelbrencis wurde von einigen als sehr solide beschrieben, aber auch hier muss ich einschränken. Bayerns Offensivspiel war fast ausschließlich auf ihre rechte Seite orientiert, womit William auch nicht so viel gegen den Ball tun musste. Zudem haben ihn seine Offensivaktionen zwar in die Aufmerksamkeit der Fans gespielt, aber seine Wahrnehmung in den Situationen war leider nicht ideal, womit er 2-3 Mal den Pass auf seinen Mitspieler versäumt hat. Mit Sicherheit nicht sein schlechtestes Spiel, aber für mich nicht genug für Pluspunkte. Ansonsten hat Philippe nach seiner Einwechslung gezeigt, was er schon in Braunschweig viel zeigen konnte: Er ist ein guter Konterspieler.


Perspektive, Entwicklung und Mentalität

@SKonservativ
Was sollte in der Entwicklung Hoffnung machen gegen Heidenheim?

Was macht Mut beim aktuellen Spiel des HSV?

Dani: Ich hasse mich selbst dafür, aber Hoffnungen machen sollte vor allem die Rückkehr vieler Verletzten und die Qualität der nächsten beiden Gegner.

Bene: Hoffnung sollte auch machen, dass bei Heidenheim zwei ihrer Leistungsträger in Person von Paçarada und Zivzivadze fehlen werden. Zudem wurde mit Scienza einer ihrer wenigen Kreativspieler abgegeben. Ansonsten macht mir auch einfach Hoffnung, dass 3-4 unserer besten Spieler nun auch endlich eingreifen dürfen ohne dabei gleich gegen die Bayern spielen zu müssen. Vielleicht war es in der Hinsicht auch gut, dass zumindest Vieira und Vušković etwas Spielzeit sammeln konnten.


@andyeste.bsky.social
Sind alle Handelnden mit dem auf ihnen lastenden Druck überfordert?

Bene: Das glaube ich nicht. Geht man aus den nächsten Spielen nicht wesentlich erfolgreicher raus, wird dieser Druck mit Sicherheit steigen und dann könnte es für Spieler, Trainer, Sportdirektor und Vorstand durchaus unangenehm werden. Aber zum aktuellen Zeitpunkt nehme ich Verantwortliche war die zum einen ausreichende Geduld mitbringen, zum anderen aber auch mahnende Worte mit inhaltlicher Kompetenz aussprechen können. Interviews mit Costa und Kuntz während und nach den letzten Spielen bestätigen das für mich.

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Benedikt
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